Ich bin auch katholisch - GvC St.Gallen

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Ich bin auch katholisch

Es war im Herbst vergangenen Jahres
Ich kam von einer Hochzeit im Westerwald und befand mich auf dem Weg nach Hause. In Freudenberg bog ich auf die Autobahnauffahrt ein, wo ein sympathischer junger Mann energisch mit dem Daumen nach oben winkte – er wollte mitgenommen werden. Ich trat auf die Bremse, während der junge Mann  herangelaufen kam und fragte, ob er in     Richtung Ruhrgebiet mitfahren dürfe. Vielleicht hatte er den Aufkleber »Jesus – unsere einzige Chance« auf der Heckscheibe unseres Wagens gelesen, jedenfalls waren wir in wenigen Minuten beim Thema, und er erzählte mir, dass er in Siegen studiere, früher aber eigentlich einmal katholischer Priester werden wollte. Jetzt fühle er sich aber berufen, Gott und der Kirche im sozialen Bereich zu dienen.    Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch, das ich hier etwas verkürzt aus meiner Erinnerung wiedergebe.

»Du möchtest Gott dienen...
...weißt Du denn, dass Dir Deine Sünden vergeben sind?«
»Ja, das weiß ich.« »Durch die Taufe, oder wodurch?« »Nein, natürlich durch Jesus Christus!« »Ohne die Mitwirkung Marias und der Heiligen?« Er lachte und sagte:»Jesus Christus ist am Kreuz für mich gestorben.« »Woher weißt Du das?« »Das steht in der Bibel.« »Glaubst Du, dass die Bibel von der ersten bis zur letzten Seite Gottes Wort ist?« »Das glaube ich, auch wenn ich nicht alles verstehe. Aber – um auf Maria zurückzukommen – sie war eine außergewöhnlich begnadete Frau!« »Selbstverständlich, aber sie wird an keiner Stelle im NT ›Mutter Gottes‹ genannt. Außerdem nennt sie Gott in ihrem Magnifikat ›mein Heiland‹ und drückt damit ihre Erlösungsbedürftigkeit aus.« »Hm«, meinte er, »sind Sie nicht katholisch?« »Doch, ich bin auch katholisch, allerdings nicht römisch-katholisch.« »Dann altkatholisch?« »Na ja, wenn Du so willst, gehöre ich zu den ganz alten Katholiken, allerdings im buchstäblichen Sinn. Kurzum: Ich bin nichts anderes als ein ganz normaler, ›allgemeiner‹ Christ, ein Kind Gottes,  dessen Maßstab für Denken und Leben das Wort Gottes sein soll. Aber jetzt sag Du mir mal, wie Du zu der Gewissheit gekommen bist, dass Deine Sünden vergeben sind?«

Er erzählte mir dann...
...dass er in seiner Heimatgemeinde zu einem Bibelkreis gehörte, in dem eifrig das Wort Gottes gelesen und auch gebetet wurde. Außerdem war er in einer katholischen Bruderschaft, in welcher die Bibel in Verbindung mit dem gemeindlichen Leben eine große Rolle spielte.
Aber erlaube noch eine Frage: Nimmst Du regelmäßig an der Eucharistie teil?«
»Ja, mit großer Freude«, bestätigte er. »Glaubst Du auch, dass Brot und Wein nach der Segnung in den Leib und in das Blut Jesu verwandelt werden?« »Allerdings, das glaube ich.« »Nun, da bin ich anderer Überzeugung. Glaubst Du denn auch, dass bei jeder Messe Leib und Blut Jesu vom Priester geopfert werden?« »Ja, das habe ich bisher immer so angenommen.« »Meinst Du also, dass das Opfer Jesu am Kreuz nicht ausreicht, um unsere Sünden zu sühnen?« »Ehrlich gesagt, darüber habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht«, meinte er nachdenklich.

Dieser junge Mann ist einer von vielen...
...die in den letzten Jahren innerhalb der röm.-kath. Kirche zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus gekommen sind. Er liebte seinen Erlöser und die Heilige Schrift. Er vertraute allein auf die Gnade Gottes und befand sich damit – ohne es zu wissen – im direkten Widerspruch zu seiner Kirche, die eine solche Überzeugung für ketzerisch hält und verdammt.
Es ist eine erfreuliche Tatsache, dass bei vielen Katholikendas Interesse an der Bibel gewachsen ist und viele durch das Lesen des Wortes Gottes zu einer persönlichenBeziehung zu Jesus Christus gekommen sind. Diese Christen lagen mir am Herzen, als ich die einzelnen Kapitel des Buches
"Ich bin auch katholisch" geschrieben habe. Viele Jahre später bekam dieser junge Mann mein Buch in die Hände.
Wie es mit ihm weiterging schrieb ich in dieser Neuauflage, lesen Sie selbst…


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