Josua Kp. 5 - GvC Community - GvC St.Gallen

Suche
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Vorbereitung auf den Sieg

Herausgegeben von K. Zellweger in Josua Kp. 5 · 26/8/2010 15:17:57

Josua bekam seine Befehle vom Herrn, nicht von militärischen Experten. Das Volk überquerte den Fluss am zehnten Tag des ersten Monats Jos. 4,19. Die in Josua Kp. 5 beschriebenen Ereignisse dauerten mindestens zehn Tage lang, und dann marschierte das Volk sechs weitere Tage um Jericho herum. Gott wartete mehr als zwei Wochen ab, ehe er seinem Volk den ersten Sieg im verheissenen Land schenkte.
Es waren drei Vorbereitungsschritte notwendig, ehe Gott seinem Volk den Sieg über die Völker im Land Kanaan schenken würde.

1) Erneuerung des Bundes mit dem Herrn 5,1-9
Das Zeichen des Bundes (Beschneidung) erinnerte Israel daran, dass ihr Leib dem Herrn gehörte und nicht zu sündhaften Zwecken benutzt werden durfte. Es erinnerte sie auch daran, dass sie ein besonderes Volk waren; ein abgesondertes Volk und eine heilige Nation 2.Mose 19,5-6.
Diese Operation am Leib war ein Bild für eine geistliche Operation am Herzen.
„So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht mehr“ 5.Mose 10,16.

Der Glaube muss geprüft werden V. 8. Israel lagerte in feindlichem Gebiet und nun verlangte Gott die Beschneidung, welche sie für Tage kampfunfähig machen wird! Josua und das Volk brauchten Glauben, dem Herrn zu gehorchen. Aber ihr Gehorsam gegenüber dem Gesetz war zugleich das Geheimnis ihres Erfolges, Josua 1,7-8.
In ihrer Schwäche wurden sie stark gemacht, und durch Glauben und Geduld ererbten sie die Verheissungen, Hebräer, 6,12.

Aber im Verlauf der Jahre begannen die Juden, dem äusserlichen Zeichen des Bundes zu vertrauen und nicht dem Gott des Bundes, der sie zu einem heiligen Volk machen wollte. Sie meinten, solange sie Gottes Bundesvolk seien, können sie leben, wie es ihnen gefiehle! Mose hatte vor dieser Sünde gewarnt 5.Mose 30,6.

Was war die „Schande Ägyptens“? V. 9

Damit wird bezeichnet bezeichnet, dass Israel in Kadesch Barne versagte und nicht ins verheissene Land eingegangen ist. Mit diesem Unglauben brachten sie über sich und über Gott vor der Welt Schande. Mit dem Glaubensschritt der Jordanüberquerung und der Beschneidung ist für Gott die Schande überwunden.

Die geistliche Bedeutung der Jordanüberquerung
Sie ist ein Bild dafür, dass der Gläubige sich selbst stirbt und im Glauben seine Erbschaft antritt. Diese Wahrheit wird in Hebr. 1-6 erläutert, besonders in den Kp. 3+4.
Weil der Heilige Geist alle Gläubigen in den Leib Christi hineintauft, 1.Kor. 12,13, werden alle Gläubigen mit Christus in seinem Tod, seinem Begräbnis, seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt identifiziert, Röm. 6,1-10; Eph. 2,1-10. diese Wahrheit wird durch Israels Flussüberquerung abgebildet.
Röm. 6,11-23 Wir haben den Fluss überquert! Glaube an die wirksame Kraft Gottes, (Kol. 2,12) verleiht Überwinderkraft.


2) Rückbesinnung auf die Güte des Herrn 5,10-12
Mit der Feier des Passah erinnerte Gott sie daran, was ihre Vätern in Ägypten waren (Sklaven) und wie er sie daraus errettet hat. Das Passah soll eine ewige Erinnerung daran sein.
Sie sollten nie vergessen, dass sie ein erlöstes Volk sind!

Der Tod Christi findet im schlachten des Passahlammes seine Darstellung, 1.Kor. 5,7. Dem Passah folgte das Fest der ungesäurten Brote, bei dem die Israeliten eine Woche lang auf Sauerteig (Hefe) verzichteten.  
Als Israel in Kanaan einzog, war gerade die Zeit der Gerstenernte, Getreide stand also zur Verfügung. Der Herr bereitete seinem Volk einen Tisch im Angesicht seiner Feinde Psalm 23,5.
Durchzug des Jordan (eins mit Jesu Tod und Auferstehung, Wiedergeburt) – Beschneidung (Ablegen des alten Lebensstils, Heiligung) – Passahfeier (Gedenken an die geschehene Erlösung durch Jesus Christus, Abendmahl) – Essen von der Ernte des Landes (Leben nach dem Willen Gottes) bilden eine hilfreiche Darstellung des geistlich Lebens für uns heute.
Gott brachte sein Volk mit Leichtigkeit aus Ägypten heraus. Aber ist Ägypten nun auch aus dem Herzen des Volkes vertrieben? Diese Frage können und sollten auch wir uns immer wiedermal stellen.


3) Erneute Versicherung der Gegenwart des Herrn 5, 13-15
Watchmann Nee sagte: „Gott kann seinen Platz als Herrn nicht einnehmen, solange wir nicht den unseren als Diener eingenommen haben.“
Der Herr kam an diesem Tag zu Josua; nicht nur um zu helfen, sondern um zu führen.
„Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Joh. 15,5.

Der hier wiedergegebene Ablauf ist bemerkenswert: Zuerst demütige Verehrung, dann heiliger Wandel und schliesslich heiliger Krieg. Das gleicht der „geistlichen Stellungen“, die wir im Brief an die Epheser finden. Zuerst beugte Josua seine Knie (Eph. 3,14), dann unterwarf er sich zu einem heiligen Leben (Eph. 4,1.17;5,2.8.15) und schliesslich zog er aus, um den Feind in der Kraft des Herrn zu schlagen (Eph. 6,10ff. Wie Josua haben wir unser Erbteil erhalten (Eph. 1+2), und wir müssen den Feind überwinden, um es für uns selbst in Besitz zu nehmen und uns daran zu erfreuen.

Die Hauptlehre in Josua 5 ist: Wir müssen ein geistlich vorbereitetes Volk sein, wenn wir erfolgreich ausziehen wollen, um das Werk des Herrn zu tun. Israel hat dies im Glauben getan und ist nun bereit, im Glauben das verheissene Land einzunehmen.

Zitat: „Gott segnet nicht so sehr grosse Begabungen als vielmehr grosse Ähnlichkeit mit Jesus. Ein heiliger Diener ist in der Hand Gottes eine furchteinflössende Waffe.“


Auszüge aus dem Buch  „Sei stark“ Kommentar zum Buch Josua von Warren W. Wiersbe
http://www.gvc-stgallen.ch/glaubenswachstum.html






Die Suchaktion Gottes

Herausgegeben von K. Zellweger in Josua Kp. 5 · 25/8/2010 11:43:22
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü