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Die letzten Worte eines Diener Gottes

Herausgegeben von K. Zellweger in Josua Kp. 23+24 · 31/8/2010 14:08:18

In diesen zwei Ansprachen betont Josua drei wichtige Punkte.

1) Israels künftige Gefahren, Jos. 23,1-16
Gehorcht dem Herrn, und er wird euch segnen und im Land wohnen lassen, oder seid ihm ungehorsam, und er wird euch richten und aus dem Land vertreiben.
Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, gab Josua dem Volk drei starke Motive, ein abgesondertes Volk zu bleiben und dem Herrn treu zu dienen.
a) Was der Herr für Israel tat, Jos. 23,3-4
Besinnung auf Gottes Werk von Ägypten bis zum Einzug in das Verheissene Land. Denn der Herr, euer Gott, er ist es, der für euch gekämpft hat“ V. 3
b) Was der Herr zu Israel sagte, Jos. 23,5-10
Israel wird bleibend Sieg und Erfolg haben, wenn es in Hingabe an Gott lebte, Jos. 23, 6.14. Es genügt nicht, das Wort Gottes zu kennen. Wir müssen auch den Gott des Wortes kennen und in unserer Gemeinschaft mit ihm wachsen.
c) Was der Herr mit Israel tun würde, Jos. 23, 11-16
C.H. Spurgeon sagte: „Gott wird seinen Kindern nicht gestatten, dass sie erfolgreich sündigen.“ Mose warnte schon das Volk, mit den gottlosen Völkern im Lad Kompromisse einzugehen, 2.Mose 23,20-33, und Josua bekräftigte noch einmal diese Warnung V. 23. Der letzte Schlag der Züchtigung würde Israel bei Ungehorsam aus ihrem Land ins Exil werfen. Denn: Wenn du wünscht, zu leben und anzubeten wie die Heiden, dann lebe auch bei den Heiden!
Drei Mal nennt hier Josua das verheissene Land ein „gutes Land“! In der Abschiedsrede des Mose erwähnt er diese Eigenschaft des von Gott gegebenen Landes zehn Mal.
Über die Güte Gottes nachzudenken, ist eine starke Motivation für Gehorsam. „Weißt du nicht, dass die Güte Gottes dich zur Busse leitet? Röm. 2,4


Diese drei Mahnungen sind auch für uns heute wichtig:
Gottes Wort halten V. 6
Dem Herrn anhangen V. 8
Den Herrn lieben V. 11

2) Israels bisherige Segnungen, Jos. 24, 1-13
Sichem war der ideale Ort für diese zweite bewegende Abschiedsrede von Israels grossem Führer. In Sichem hatte Gott Abraham verheissen, dass seine Nachkommen das Land bewohnen würden, 1.Mose 12, 6-7. Hier baute Jakob seinen Altar, 1.Mose 33,20. Sichem lag zwischen den Bergen Ebal und Garizim, wo das Volk Israel seine Übereinkunft mit dem Herrn bestätigte, Jos, 8, 30-35. Sichem war in der Tat „heiliger Boden“ für Israeliten.
Wenn Volk und Land die Schlüsselworte in Josuas erster Rede (Kp. 23) waren, dann war der Herr der Hauptpunkt dieser zweiten Rede, denn Josua bezieht sich darin einundzwanzig Mal auf den Herrn. In Wirklichkeit ist es der Herr, der hier zum Volk spricht, Jos. 24, 2-13.
Ein weiteres Schlüsselwort hier ist dienen. Jahwe gab ihnen ihr Land und würde sie in diesem Land segnen, wenn sie ihn liebten und ihm dienten. Noch einmal betont Gott dass: Er sie erwählte, V. 1-4, er sie rettete, V. 5-7, er sie führte, V. 8-10, und er ihnen ihr Land gab, V. 11-13.
Ein dankbares Herz ist eine starke Verteidigung gegen die Versuchung des Teufels.


3) Israels gegenwärtig Pflichten, Jos. 24, 14-33
Gott dienen, bedeutet, ihn zu fürchten, ihm zu gehorchen und nur ihn anzubeten. Josua ruft am Ende seines Lebens eine neue Generation auf, sich für den Gott ihrer Väter und für die Verheissungen zu entscheiden, V. 14-18.
Wenn die Israeliten nicht den wahren Gott verehrten, dann würden sie als Anbeter der falschen Götter der gottlosen Völker Kanaans enden. Worauf er hinauswollte war, dass sie nicht beides tun konnten. Das gilt auch noch heute für alle Menschen und auch für Kinder Gottes, denn die Menschheit ist „unheilbar religiös“. Entweder ist Gott der Mittelpunkt des Lebens, oder sonst die selbst gemachten Götzen(-bilder).
Josua wusste, dass es dem Volk leicht fiel, dem Herrn Gehorsam zu versprechen, aber es war etwas ganz anderes, dieses Versprechen zu halten. Seine strengen Worte waren darauf gerichtet, ihre Vermessenheit zu zügeln und sie aufrichtig in ihr eigenes Herz hineinschauen zu lassen, Jos. 24,19.

Drei Mal versicherte das Volk, es sei sein Wunsch, nur dem Herrn zu dienen, Jos. 24, 16-18.21.24. Josua „versiegelte“ diesen Vertragsschluss mit Jahwe, indem er es ins Buch des Gesetzes aufschrieb. Ein grosser Stein wird als Gedenkstein aufgerichtet. Das ist das neunte und letzte Monument, das im Buch Josua Erwähnung findet. Das sind die neun Denkmäler:

1)\tDie Steine in der Mitte des Jordan, Jos. 4,9
2)\tDie Steine am Westufer des Jordan, Jos 4,20-24
3)\tDie Steine im Tal Achor, Jos. 7,26
4)\tDer Steinhaufen bei Ai, Jos. 8,29
5)\tDer Altar auf dem Berg Ebal, Jos. 8,30
6)\tDie Steine des Gesetzes auf dem Berg Ebal, Jos. 8,32
7)\tDie Steine vor der Höhle von Makkeda, Jos. 10,27
8)\tDer Altar, den die transjordanischen Stämme errichteten, Jos. 22,10
9)\tJosuas Stein des Zeugnisses, Jos. 24, 26-28

Es ist gut, sich daran zu erinnern, was der Herr getan hat, solange diese nicht zum Inhalt götzendienerischer Verehrung werden. Religiöse Traditionen können hilfreich sein oder verderblich – es hängt davon ab, wie wir sie benutzen.
Warum kannte die nächste Generation den Herrn nicht und wusste nicht, was er für Israel bedeutet und getan hat, Jos. 24, 31?  Weil Josuas Generation ihr Versprechen nicht hielt und ihre Kinder und Enkelkinder nicht lehrte, den Herrn zu fürchten und ihm zu dienen!

5Mo 6,5 -7 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen  und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst;


Auszüge aus dem Buch  „Sei stark“ Kommentar zum Buch Josua von Warren W. Wiersbe
http://www.gvc-stgallen.ch/glaubenswachstum.html





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